Mit dem Aufstellungsbeschluss von 1985 wurde die schrittweise Verlagerung der Johann Wolfgang von  Goethe- Universität - Standort Bockenheim - beschlossen. Den von der Stadtverordnetenversammlung  beschlossenen "Kulturvertrag" und den im "Letter of intent" beigelegten Vorgaben definierten die  städtebaulichen Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der bisherigen Universitätsflächen in  Bockenheim neu. Der Standort soll bis spätestens 2015 verlegt und zur Bebauung freigegeben werden.   Der Geltungsbereich umfasst die Fläche zwischen Senckenberganlage, Georg-Voigt-Straße, Gräfstraße,  Sophienstraße und Zeppelinallee. Die Gesamtfläche beträgt 16,7 ha.   Das Gebiet um den Campus wird hauptsächlich durch die Bauten der Nachkriegszeit geprägt. Aus der Zeit  vor dem ersten Weltkrieg bestehen die denkmalgeschützen Bauten des Straßenbahnsdepots, der  Bockenheimer Warte, des Universitätshauptgebäudes, des Senckenbergmuseums und des Physikalischen  Vereins sowie die Villen an der Georg-Voigt-Straße. Darüber hinaus besteht aus dem 19. Jahrhundert das  Druckereigebäude an der Zeppelinallee, welches allerdings nicht unter Denkmalschutz steht. Nördlich des  Straßenbahndepots ist eine Brachfläche, die derzeit als Parkplatz verwendet wird. Insgesamt entsteht durch  die ungeordnete städtebauliche Struktur und durch den Zustand der Gebäude ein unbefriedigendes  Erscheinungsbild, das der städtebaulichen Neuordnung bedarf.  Bockenheim ist mit knapp über 30.000 Einwohnern (Stand 2006) der Bevölkerungsreichste Stadtteil  Frankfurts und liegt innenstadtnahe. Aufgrund der sehr guten Lage des Geländes bestehen enorme  städtebauliche Potentiale, welche genutzt werden sollten.  Aufgabe:  Es soll ein neues Quartier mit einer urbanen Nutzungsmischung von Arbeiten, Wohnen, Gewerbe, und Kultur  entwickelt werden. Dabei soll rund um die Bockenheimer Warte ein neuer Stadtteilmittelpunkt ge-staltet  werden, welcher das Westend und Bockenheim miteinander verknüpft. Zusätzlich sollen neue öfffentliche  Frei- und Grünflächen gewonnen werden. Masterplan: Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme- und Analyse sowie die Festlegung der Planungsziele ist  folgendes Gesamtkonzept entstanden:  Im Gebiet ist zum Großteil eine Wohnnutzung vorgesehen, die teilweise im Erdgeschoss durch Einzelhandel  und Gastronomie ergänzt wird. Dies trägt zu einer Belebung des neuen Stadtquartiers bei. Im Süden des  Gebietes werden die vorhandenen Villen mit modernen Stadtvillen ergänzt.  Es wird sowohl ein günstiges als  auch ein exklusives Wohnangebot zu finden sein.  Die bereits entlang der Senckenberganlage existierenden Gewerbebauten werden mit dem im Quartier neu  entstehenden Gewerbe im Bezug stehen.  Das Naturmuseum Senckenberg erhält Teile der freiwerdenden Uni-Gebäuden, die zu einer Erweiterung des  Museums beitragen.   Ein soziales Miteinander und kulturelles Leben soll vor allem auf den neuen Quartiersplatz um die  Bockenheimer Warte stattfinden. Dies wird sowohl durch diverse Veranstaltungen im Bockenheimer Depot als  auch durch die Ansiedlung zahlreicher Bars und Cafés an dem neu ge-staltenen Platz erreicht. Außerdem soll  auch weiterhin das studentische Leben im neuen Quartier vorhanden sein. Aus diesem Grund erhält die  Musikhochschule das Druckereigebäude sowie den nördlich des Depots entstehenden Gebäudekomplex  zugewiesen. Aufgrund des Interesses der Musikhochschule an diese Räumlichkeiten könnte der Umzug nach  Bockenheim gewährleistet werden.  Damit der Quartiersplatz an der Bockenheimer Warte ohne Zerschneidung durch die Bockenheimer  Landstraße als Einheit gestaltet werden kann, wird die Verkehrsführung in diesem Bereich umgelegt. Der Ver-  kehr wird zukünftig über die Sophienstraße geführt. Folglich ergeben sich in diesem Bereich der  Bockenheimer Warte auch Änderungen des ÖPNVs. Die Bushaltestellen an der Warte werden in die  Sophienstraße verlegt. Diese Umlegung wird in diesem Bereich keine negative Auswirkungen auf den  weiteren ÖPNV haben. Die U-Bahnstation "Bockenheimer Warte" bleibt mit ihren zahlreichen Zugängen  erhalten.   Der Quartiersplatz wird durch eine von Norden nach Süden verlaufenden Fußgängerzone mit dem gesamten  Quartier verbunden. Diese Ach-se wird zusätzlich durch freiraumgestalterische Mittel, wie  Alleenbepflanzungen betont.   Des Weiteren ist eine nahezu automobilfreie Erschließung des Stadtquartiers angedacht. Dies wird erreicht,  in dem das Gebiet in weiten Teilen nicht befahren werden darf. Das neue Quartier wird lediglich für  Anlieferungen befahrbar sein. Damit die verkehrsfreie Situation im Quartier und das bequeme Erreichen der  Wohnungen gewährleistet werden kann, entstehen im Gebiet mehrere Tiefgaragen. Zusätzlich wird die  bestehende Tiefgarage der ehemaligen Universität für Anwohnern, Kunden und Personal zur Verfügung  gestellt. Die Zufahrten der Tiefgaragen werden außerhalb des Quartieres sein, um ein Befahren des Gebietes  entgegen zu wirken. Darüber hinaus wird den Anwohnern das Befahren der Robert-Meyer-Straße gestattet.  Die übrigen öffentliche Wege und Plätze werden nur von Fußgängern und Radfahrern zugänglich sein.  Projektarbeit Verkehr- und Erschließung Mängel Potentiale Bearbeitungsjahr: 2009 Bearbeitungsdauer: 5 Monate Software: Vectorworks Lanschaft 2009, Photoshop  Geoinformation - Umweltmanagement - Stadtplanung | Impressum