Viele Dörfer und kleineren Städte erleben seit geraumer Zeit einen starken Wandel des  Dienstleistungsgewerbes. Diese Veränderungen sind außerörtliche Ausweitungen und innerörtliche  Schließungen von Geschäften in den unterschiedlichsten Branchen. Gerade in kleineren Gemeinden ist der  Rückgang des Einzelhandels stärker zu verzeichnen. Der nahbereichsorientierte Versorgungskauf wird immer  mehr von preisorientierte Großeinkäufe an außerörtlichen Standorten sowie erlebnisorientierte Besuche  attraktiver innerstädtischer Zentren bzw. Shopping-Center am Stadtrand ersetzt. Zu den Verlierern des  geänderten Konsumverhaltens zählen die Geschäftsführer des wohnungsnahen Einzelhandels mit  Nahversorgungsfunktion, welche oftmals mit existenzbedrohlichen Umsatzrückgängen konfrontiert werden.  Aufgabe:  Es soll ein Nutzungskonzept für das Dienstleistungsgewerbe im „Fränkischen Rundling“ der Stadt Rödermark  Ober - Roden zur Stärkung des Ortskerns erarbeitet werden.   Masterplan: Viele Dienstleistungsunternehmer besitzen ihre Geschäfte in den Nebenstraßen der zweiten und dritten  Reihe. Diese Geschäfte können mehr oder weniger von den Einwohnern Ober-Rodens frequentiert werden,  da ihnen die Lage der Geschäfte bekannt ist. Für Besucher bilden diese Geschäfte außerhalb der ersten  Reihe jedoch keinen Blickfang. Daher wird eine Neuordnung des Dienstleistungsgewerbes vorgeschlagen,  welches die Verlegung der Geschäfte zur Haupteinkaufsstraße vorsieht und eine Zentralisierung  gewährleistet. Des Weiteren ist für ein funktionierendes Dienstleistungsgewerbe neben der Struktur auch die  Warenvielfalt von enormer Wichtigkeit. Im „Fränkischen Rundling“ werden die unterschiedlichsten  Dienstleistungen angeboten, jedoch klagten die Bürger über die schlechte Lebensmittelversorgung. Die  Nahrungsmitteln zur Grundversorgung fehlen und werden in den Nachbarorten erworben. Durch die daraus  entstehenden außerörtlichen Einkäufe steigt der Verkehr an. Mit der Errichtung eines Discounters in der  Ortsmitte des Rundlings kann die Nahversorgung wiederhergestellt und zusätzliche Fahrten nach Außen  reduziert werden. Des Weiteren könnte mit Hilfe einer weiteren Ergänzung des Dienstleistungsgewerbes die  Problemen der Leerstände und Baulücken im Ortskern gelöst werden, da diese auf das Einkaufsverhalten  negativ wirken. Das Ergebnis der Gewerbe- und Bürgerbefragung ergab eindeutige Hinweise auf einen Mangel an Parkplätze  im Ortskern. Die Problematik liegt bei den wenigen Parkplätzen und deren begrenzten Parkzeiten. Eine  Parkzeit von 30 min – 2 h ist für Einkäufe sehr knapp bemessen. Die Gewerbetreibenden berichteten über die  Verteilung von Strafzetteln an Kunden. Unter solchen kundenunfreundlichen Bedingungen kann das  Dienstleistungsgewerbe nicht funktionieren. Daher ist ein Parkplatzausbau zur Stärkung der Kaufkraft  notwendig. Dieser wird durch eine Umnutzung der Brachfläche zwischen der Glockengasse und  Rathausstraße ermöglicht.  Der Marktplatz besitzt neben zahlreichen Geschäften auch ein hervorragendes Angebot an Gastronomie.  Pizzerias, Bäckereien und Cafés bereichern die Umgebung und bieten eine ausgezeichnete Küche an. Kleine  Mode- und Schmuckgeschäfte, die Bank, Drogerien und handwerkliche Betriebe runden das  Dienstleistungsgefüge zusätzlich ab, jedoch wirkt der Platz durch die hohen Bäume, Überschilderungen und  Bänke sehr unaufgeräumt. Als öffentlicher Raum kommt er wenig zur Geltung und macht keinen einladenden  Eindruck. Ein wichtiger Punkt ist die Reduzierung von Gegenständen, die diesen Platz beengen. Dadurch  würde der Brunnen besser zur Geltung kommen. Des Weiteren sollte die Beleuchtung verändert werden, um  den gesamten Platz hervorzuheben. Der Marktplatz würde dadurch freundlicher, heller und für Besucher  attraktiver wirken. Diese Maßnahmen sollten auch am Rathausplatz vorgenommen werden.  Für die Betrachtung des Stadtkerns als ein Ganzes, sollten die beiden Plätze miteinander verbunden werden.  Das Ergebnis wäre ein optisch sehr ansprechender und großflächiger Bereich. Dieser neue Stadtkern  vermittelt das Gefühl einer gemütlichen Einkaufsstraße und lädt zudem zum Spazieren, Verweilen und  Einkaufen ein.   Mit einer kundenfreundlichen Dienstleistungsstruktur, Warenvielfalt, einem Parkplatzservice und einem  eindrucksvollen Aussehen der öffentlichen Räume könnte das Einkaufsverhalten gefördert und somit das  Gewerbe gestärkt werden. Das Dienstleistungsgewerbe sollte für Bürger und Besucher ein Magnet sein, um  eine Förderung der Spontaneinkäufe und der daraus resultierenden Stärkung der Finanzkraft zu erzielen.    Bachelorarbeit Neuordnung des Dienstleistungsgewerbes Ergänzungen zum Dienstleistungsgewerbe Brachfläche vor der Maßnahme Brachfläche nach der Maßnahme Bearbeitungsjahr: 2008 Bearbeitungsdauer: 6 Wochen Software: ArcGis (ESRI), Photoshop  Marktplatz vor der Maßnahme Marktplatz nach der Maßnahme Geoinformation - Umweltmanagement - Stadtplanung | Impressum